TW261

Freitag, 3.7.2026
TW262Die zweite Wochenendveranstaltung des Jahres stand an: Das Sommertreffen, dieses Mal wieder in Thüringen. Die länger Gedienten unter uns hatten noch das entsprechende Treffen in Thüringen vor 11 Jahren in Erinnerung, als wir bei 40° die Tour wegen gesundheitlichen Problemen bei einigen Teilnehmern abbrechen mussten. Davon konnte nun keineswegs die Rede sein. Ein paar Tage vorher war eine Hitzewelle mit fast so hohen Temperaturen pünktlich für uns zu Ende gegangen. Es war nun absolut erträglich mit Temperaturen bis zu 25°. Auch der Regen sollte komplett ausbleiben.

Untergebracht waren wir im Hotel Ilmenauer Hof, das kein eigenes Restaurant hatte, dafür aber nur zehn Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt war. Dorthin marschierten wir geschlossen zum Abendessen. Das mit der Bewegung war eine gute Sache nach den zumeist mehrstündigen Anreisen. Hinterher beim Absacker am Hotel war ohne Gastronomie etwas Kreativität gefragt. Aber mit Getränken aus dem Automaten konnte man es auf dem Parkplatz bei den Motorrädern ganz gut aushalten und eine Weile fachsimpeln, auch wenn es zunehmend kühl wurde, und einige Pullover zum Einsatz kamen...

TW263Samstag, 4.7.2026
Bei angenehmem, wenn auch etwas frischem Sommerwetter starteten wir unsere gemeinsame Tour durch den Thüringer Wald. Wie erwartet wurde es schön kurvig. Nicht so erwartet waren die relativ schwach befahrenen Straßen auf unserer Route. Und ebenso wenig vermutet, die wesentlich häufigeren Stellen mit Aussicht als beim letzten Mal, als wir die meiste Zeit bis zum Fahrbahnrand sehen konnten, wo der Wald anfing. Lag sicher daran, dass wir in größeren Höhen unterwegs waren. Die schwankten zumeist zwischen 700 und 900 m, manchmal auch darüber. Es ging zunächst in Westrichtung bis kurz vor Suhl. Dann kehrten wir zur ersten Pause in einem Höhenrestaurant ein, wo sich einige schon reinsetzten mussten. Kein Wunder, lagen die Temperaturen nicht viel über 10°. Aber die Sonne wärmte immer mehr. Im Restaurant waren wir um diese Zeit die ersten Gäste, was sich positiv auf die Bedienungszeiten und die Laune der Teilnehmer auswirkte.

TW264Nach der Pause ging es in Ostrichtung zurück. Die Aussichten waren weiterhin beeindruckend, an einigen Stellen allerdings etwas bedrückend. Denn dort war der Wald komplett abgestorben und gab ein Bild wie in einem Endzeitfilm ab. Dann stand schon die Mittagspause an. Auch diese verbrachten wir in luftiger Höhe mit Panoramablick bei Schwarzatal - nun bei freundlichen Temperaturen um die 20°.

TW2653aDas Besondere hier war aber nicht der Ausblick, sondern ein kompletter Eisenbahnwagon, den sie hier hochgeschafft und in ein Restaurant umgewandelt haben. Was sich die Leute nicht so alles einfallen lassen. Allerdings konnten wir aufgrund unsere Gruppengröße nicht im Wagon einkehren, sondern außerhalb - aber halt dann mit Blick ins Tal und davor unsere Transalps hintereinander aufgereiht. Da sieht man so nicht alle Tage/ Jahre.

Der letzte Teil der Tour führte uns in einem kurzen Südschwenk nach Jahren mal wieder durch Lauscha. Hier sind die vielen Häuser sehenswert, die mit denselben dunklen Schieferplatten verkleidet sind. Durch zumeist kurvige und schwach befahrene Straßen fuhren wir nun in weniger luftigen Höhen wieder zurück ins Hotel, pünktlich zur beliebten After-Tour-Party bei den Motorrädern.

Zum Abendessen mussten wir heute nicht so weit laufen. Der Gebäudekomplex, in dem das Hotel angesiedelt ist, beherbergt auch ein griechisches Restaurant, wo wir uns dann ordentlich verköstigen konnten. Wie gewohnt begaben sich die meisten nach dem Essen zum Parkplatz hinter dem Hotel und hielten sich noch lange bei den Transalps auf. Es mussten die Ereignisse dieses und vergangener Tage besprochen werden - und natürlich die anstehende Alpentour Ende August. Der lange Sommertag begünstigte das Unterfangen.

TW265Sonntag, 5.7.2025
Der Wetterbericht hatte für heute Regen angekündigt. Tatsächlich zogen auch einige Wolken auf. Aber es blieb trocken. Umso besser. So konnten sich alle wieder bei Sonnenschein und erträglichen Temperaturen auf den Heimweg machen. Spoiler: Den einen oder anderen erwischte doch noch eine kurze Dusche…

Organisation: Sven Ostendorf
Fotos: Georg Spindler, Michael Neuhaus