| Oberschwaben 7.-9.6.2003 |
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Samstag, 7.6 Auch wenn große Motorradtreffen wirklich nicht unser Ding sind, ist es doch immer wieder schön mitzuerleben, dass die Popularität unserer Veranstaltungen nun schon in der 6. Saison nach der Spaltung ungebrochen ist. Mit 34 Transalps hatten wir eine Beteiligung wie schon seit Jahren nicht mehr - und damit eine gute Voraussetzung für das erste Dreiländertreffen auf deutschem Boden seit 1999. Eine weitere gute Voraussetzung war natürlich das tolle Wetter. Es herrschte wahrlich Hochsommer bei Temperaturen um 36°, als die Teilnehmer nach und nach auf dem Zeltplatz in Sigmaringen direkt an der Donau ankamen und ihre Zelte auf-bauten. Na wenigstens war es zum Spätnachmittag einigermaßen schattig. Gleich zu Beginn fiel die imposante Aussicht auf die Stammburg der Hohenzollern auf, die auf einem Felsen im Stadtzentrum thronte. So eine Szenerie hatten wir bis dato noch nicht.
(Pfingst-)Sonntag, 8.6.
Nach dem Frühstück in der Kneipe setzte sich unser Pulk in Bewegung um das oberschwäbische Land zu erkunden. Das Wetter war wieder knackig warm.
Umso besser, dass es erst mal über schmale und schmalste Sträßchen durch kühle Wälder ging. Einen ersten Stop legten wir an einem Aussichtspunkt mit einem überwältigenden Blick auf das Kloster Beuron ein.
Danach ging es eine ganze Strecke lang an einem der schönsten Abschnitte des Do-nautals entlang - dort, wo die Donau noch so richtig "putzig" ist. Gegen Mittag kamen wir dann am höchsten Punkt Ober-schwabens an, wo wir eine Es-senspause einlegten. Leider war durch die große Hitze die Luft ziemlich diesig. So konn-ten wir zwar den Bodensee noch einigermaßen erkennen. Von den Alpen fehlte aber jede Spur. So schön das mit dem Wetter auch war, machten uns die 36° ganz schön zu schaffen - vor allem in den Ortschaften, wo der Wind ausblieb, der uns auf der Hochebene umwehte.
So mancher sah die Durch-querung der einzigen Stadt auf unserer Route - Ravens-burg - schon mit gemischten Gefühlen entgegen. Berech-tigt war die Skepsis in der Tat hinsichtlich der Hitze. CB-Funk sei Dank ging die Pas-sage trotz diverser Ampeln für einen Pulk dieser Größe au-ßerordentlich schnell vonstat-ten. Positiv auf die Stimmung wirkte sich auch aus, dass wir dieses Mal außer den er-wähnten noch drei weitere kürzere Pausen einlegten - eine davon in einem kühlen Waldstück.
Nach einer Weile kamen wir in Bad Schussenried an, wo uns ein kultureller Höhepunkt er-wartete - die Besichtigung der Klosterbibliothek, ein baro-ckes Kleinod erster Sahne.
Organisator Bodo hatte für das Gruppenbild im Fußgänger-bereich vor dem Kloster eine Sondererlaubnis erhalten. Dies führte zu einer kuriosen Ge-schichte am Rande: In dem Gebäude ist nämlich eine Po-lizeidienststelle untergebracht. Dort war man von unserem massenhaften Erscheinen so beeindruckt, dass uns gleich ein paar freundliche Herren in gelb-grün mit ihren Hochleis-tungskameras ablichteten (und uns die Fotos hinterher auch zusandten).
Irgendwie wa-ren wir aber doch alle be-ruhigt, dass man keine Fo-tos von unse-ren Kennzei-chen gemacht hat...
(Pfingst-)Montag, 9.6.2002 Das Ende der Hitzewelle schien sich heute morgen in Form von größerer Bewölkung anzukündigen. Allerdings war es noch bis zur allgemeinen Abfahrt trocken. Der letzte Programmpunkt des Treffen - das gemeinsame Frühstück - wurde noch begangen. Dann trennten sich die Teilnehmer bei nunmehr verträglicheren Temperaturen voneinander. Schließlich waren doch etliche Kilo-meter zu bewältigen.
Organisation: Bodo Lubensky
Hier kommt ihr direkt in die Bildergalerie.
Und hier gibts zwei hübsche Videos. OK, das eine ist etwas unscharf, dafür hat das anderen einen Soundtrack ;-)
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Die weiteste Anfahrt hatte (wie-der mal) Thomas aus Berlin. Äl-tester Teilnehmer war (wieder mal) Bodo vom Bodensee (Jahrgang 1941). Der im letzten Bericht erwähnte Trend weg von den "Trommel-Transalps" aus den 80-er Jahren hin zu den 650-er konnte hier aller-dings nicht bestätigt werden. Die 6 "Trommel-Fahrer" legten Wert darauf dies im Bericht zu erwähnen. Offensichtlich hal-ten sich die älteren Modelle im Süden länger... Der geplante Abend am Lagerfeuer musste leider ausfallen, da ein heftiges Wärmegewitter aufzog. Aber in der überdachten Laube der Zeltplatzkneipe war es auch ganz nett und das Essen über-raschend gut. Es wurde wie im-mer ein gelungener Abend mit mehr oder weniger benzinhal-tigen Gesprächen.




Die Besichti-gung der Klo-sterbibliothek machten nun nicht mehr alle mit, obwohl es sich dabei um die schönste in Deutschland handelte - also auch für Laien ein sehr inte-ressantes Erlebnis.
Viele waren mittlerweile von der Hitze so gestresst, dass sie ihr Heil lang ausgestreckt im schattigen Park bei den Motorrädern verbrachten. Nach der Besichtigung ging es auf dem direktesten Weg wieder zurück zum Zeltplatz. Schließlich war es fast schon Abend geworden. So schnell wie heute sind wir wohl schon lange nicht mehr aus den Motorrad-Klamotten ge-kommen. Das war halt schon eine harte Sache mit der Hit-ze. Nach einer Stunde Erho-lung bei den Zelten sowie ei-ne Kiste Freibier, spendiert von Uwe, ging es wieder zum Abendessen in die Knei-pe. Und wie es sich für einen solchen Hitzetag gehörte, überkam uns prompt wieder ein Hitze-gewitter. Dennoch wurde der erfolgreiche Tag bis spät in die Nacht hinein ausgiebig gefeiert.