Veranstaltungsberichte

Bayerischer Wald 1. - 3.10.2004

Freitag, 1.10.

re abendUnd wieder näherte sich eine Transalp-Sai-son ihrem Ende. Das letzte Bundestreffen dieses Jahres stand an, dieses Mal in Bay-ern bei Regensburg. Bei wechselhaftem, aber wenigstens relativ warmem Wetter tra-fen wieder 24 Transalpfahrer/-innen aus vielen Regionen Deutschlands und der Schweiz in einer Pension in Barbing an der Donau, am Fuße der Walhalla, ein. Nur konnten die meisten von der Walhalla erst mal nichts sehen, da sie im Nebel verbor-gen war. So war man richtig froh, als man den heißen Begrüßungskaffee mit selbstge-machtem Kuchen des Organisationsteams einnehmen konnte. Schnell füllte sich der reservierte Tisch, und die Begrüßungsge-spräche gingen nahtlos ins Abendessen über. Letzteres schmeckte nicht nur sehr gut, sondern war so günstig wie schon lange nicht mehr auf unseren Veranstal-tungen. Der Stimmung war dies natürlich sehr zuträglich. So in der tiefsten Verdau-ungsphase platzierten die Organisatoren dann ein Novum: Ein paar originelle Sketche, die unsere Lachmuskeln ordentlich strapazierten. Kurzum: Es war halt einfach mal wieder nett...


Samstag, 2.10.

re morgenDer Tag begann zwar trocken aber neblig. Da-für waren die Tempera-turen für die Jahreszeit immer noch ganz passa-bel. Um halb 10 setzte sich unser Tross in Be-wegung schnurstracks über die Donau Richtung Bayerischen Wald. Es ging auf romantischen Nebensträßchen immer tiefer ins Gebirge. Wir durchfuhren die ganzen schönen Bilderbuch-Landschaften, für die der Bayerische Wald so be-kannt und beliebt ist.

 


re arberseeLeider waren die Sicht-verhältnisse nicht so schön wie in den Bilder-büchern. Immer wieder gerieten wir in Hochne-belregionen. Dafür wa-ren die Straßen trocken. Die Kurven ließen sich also ganz gut genießen. Gegen Mittag kamen wir in die Region des Gro-ßen Arbers, des mit 1456 m höchsten Ber-ges des Bayerischen Waldes. Als wir die 1000 m-Grenze überschritten, wurde es langsam unge-mütlicher. Soll heißen: Die Temperaturen san-ken merklich, und als wir am berühmten Arbersee angelangt waren, fing es ordentlich zu regnen an. 
re arberNur gut, dass wir 10 Minuten wei-ter ins Restaurant zum Mittages-sen einkehren konnten. Mit dem Arberblick wurde es zunächst zwar nichts. Dafür konnten wir alle unsere Maschinen in der Hotelga-rage trocken unterbringen. Wäh-rend des Essens verzogen sich sogar die Wolken zeitweilig, und die Sonne kam heraus. Jetzt konnten wir einen prächtigen Pa-noramablick auf den Arber genie-ßen.


re hindenburg

 

Danach ging es weiter auf dem Rundkurs um den Arber bis an die tschechische Grenze bei Baye-risch-Eisenstein. Leider kam schon wieder das nächste Regen-gebiet heran. Die Straßen waren vielfach nass und schränkten die Kurvenerlebnisse ein. Erst als auf einer Pause an dem Aussichts-punkt „Hindenburg-Kanzel“ die letzten Zweifler ihre Gummikla-motten übergestülpt hatten, verzo-gen sich die Wolken, und die Son-ne kam wieder heraus. Vielleicht ist da doch was an dieser mysti-schen Motorrad-Weisheit, wonach das Anziehen der Regenausrüs-tung die Regenwahrscheinlichkeit drastisch senkt. Kurzum: Die Fah-rerei machte nun wieder richtig Spaß. Nach zwei Stunden hatte sich das Wetter so stabilisiert, dass wir sogar aus den Gummi-sachen konnten.  


re walhalla

So gegen Abend kurz vor dem Ziel war dann der kulturelle Teil dran: Die berühmte Walhalla. Kö-nig Ludwig I. ließ sie Mitte des 19. Jahrhunderts als Nachbau des Parthenon Tempels der griechi-schen Akropolis erbauen - schö-ner und prächtiger, als es das Ori-ginal je war bzw. sein konnte (die alten Griechen kannten noch kei-nen Stahlbau). Beeindruckend wa-ren nicht nur die Säulen- und Treppenarchitektur, sondern auch die atemberaubenden Ausblicke auf das Donautal - passend zur herbstlichen Abendstimmung. Eher originell wirkten dagegen die verwegenen Gestalten mit ihren Motorradklamotten zwischen den Säulen... Zehn Minuten später wa-ren wir wieder in der Pension und konnten nach und nach zum Abendessen übergehen. Es wurde wieder ausgiebig gegessen und getrunken. Ein perfekter Tag ging zu Ende.

 

Sonntag, 3.10.

Nach dem Frühstück hieß es wieder und ein letztes Mal in diesem Jahr Abschied zu nehmen. Um 10 Uhr war es zwar noch ordent-lich neblig. Aber es sollte ein traumhafter Altweibersommertag mit Temperaturen bis zu 25° werden. Somit wurde unsere wechsel-hafte Saison 2004 mit einem richtig schönen Abschluss gekrönt. Die neue Saison kann kommen - nach dem Winter.

 

Organisation: Andreas und Elke Auburger, Karsten Booß, Hartmut Raddatz
Fotos: Ingo Tiegs, Hartmut Raddatz

 

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