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Start Veranstaltungsberichte 2005 Weserbergland 1.-3.10.2005
Weserbergland 1.-3.10.2005 PDF Drucken E-Mail

Samstag, 1.10.

 

Eindrücke vom ersten Abendessen Was gehört zu einem nasskalten Herbsttag mit Dau-erregen mittlerweile wie die Butter zum Brot?

Richtig: Unser Herbsttreffen! Wie fast schon ge-wohnt war für viele der 20 Transalpfahrer/-innen aus ganz Deutschland die „Tauchfahrt des Schreckens“ angesagt. Aber nun genug der Dramatik. Es kamen natürlich alle gut gelaunt in einem Hotel im Stadt-zentrum von Uslar, mitten im Weserbergland an. Und dieses Mal gab es zum Aufwärmen nicht nur einen heißen Begrüßungskaffee, sondern - im Pau-schalpreis inbegriffen - eine Sauna (eines unserer vielen „Novume“). Wir waren nämlich erstmals in ei-nem für unsere Verhältnisse luxuriösen Hotel mit Wellness-Bereich untergebracht. Der akzeptable Preis war mit der Insolvenz zu begründen, die vor einigen Wochen angemeldet worden war. Neben der Sauna gab es einen Swimming-Pool mit ange-gliedertem Whirl-Pool sowie aufpreispflichtig Massa-gen. Nachdem die Transalpfahrer ja auch älter wer-den, und der Dauerregen nicht unbedingt zum Wohl-befinden beigetragen hat, wurde das Wellness-Angebot dankbar angenommen. Die Begrüßungsstimmung wurde dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. Fast selbstredend bekamen unsere Transalps alle ein warmes Plätzchen in der Hotelgarage.


Sonntag, 2.10.

Das berühmteste Motorradhotel Deutschlands…Der Tag fing schon mal ganz gut an: Es war neblig, aber trocken. Voll getankt ging es auf die gemein-same Tour durchs Weserbergland. Die Temperaturen waren mit knapp über 10° ganz erträglich für die Jah-reszeit, und auch der Nebel lichtete sich. Als dann die ersten Sonnen-strahlen immer wieder durch die Wolken brachen, konnte man ver-stehen, warum gerade aus dieser Region die bekanntesten deut-schen Märchenerzähler herstamm-ten. Die Landschaft sah zusammen mit der herbstlichen Stimmung und den Nebelfetzen regelrecht wie aus dem Märchen aus. In den Wäldern konnte man sich auf den Neben-sträßchen wirklich inspirieren las-sen. Unsere erste Pause begingen wir allerdings in einer Institution, die mit der Märchenregion absolut nichts gemeinsam hat: Dem be-rühmtesten Motorradhotel Deutsch-lands, der Villa Löwenherz. Sie sah in der Tat beeindruckend aus. Was eigentlich gar nicht dazu passte, waren die vielen Motorräder, die im Park ums Haus standen. Es war trotz Jahreszeit und Wetter doch noch eine ganze Reihe Leute unterwegs. Selbstredend waren die vielen Transalps die Sensation heute. Vertrauter ging es in der Gastronomie im Innern der Villa zu. Die Einrichtung war ähnlich wie in anderen Motorradkneipen. 


Mal was anderes: Transalpfahrer auf dem Fluss.

 

Nach einem Kaffee fuhren wir weiter kreuz und quer durchs romantische Weserbergland. Und das Wetter wurde auch immer besser.

 

Die nächste Etappe war eine der berühmten Weser Fähren, die ohne jegliche Motorkraft nur durch die Kanalisierung der Strömung voran getrieben werden. Das Erlebnis war zwar beein-druckend, aber kurz. Und das Wetter wurde immer besser…  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tatsächlich: Münchhausen lebt… Die Sonne hatte sich mittlerweile fast schon etabliert. Die Temperaturen lagen bei lieblichen 20°. Unsere Gruppe erreichte um 13.00 Uhr nun Bodenwerder. Dieses nette Städtchen sieht mit seinen zahlreichen, gut erhaltenen Fach-werkbauten zwar nicht romantischer aus als die vielen anderen in der Region, hat aber eine Be-sonderheit aufzuweisen: Es ist der Geburtsort des Barons von Münchhausen, dem weltbe-kannten Lügenbaron. Überall sind Hinweise auf diesen berühmten Sohn der Stadt zu finden. Doch zunächst ging es zum Mittagessen in eine Gartenwirtschaft direkt an der Weser - und das am 2. Oktober! Nachdem wir uns ordentlich ver-köstigt hatten, folgte der kulturelle Teil der Ver-anstaltung. Um 15.00 Uhr findet jeden ersten Sonntag im Monat eine halbstündige, kosten-lose Münchhausen-Aufführung im Freien statt. Dabei sitzt der Lügenbaron zusammen mit dem Lehrer, dem Apotheker und dem Pfarrer bei ei-nem Glas Wein und erzählt seine Geschichten. Obwohl wir die meisten schon gehört hatten, waren die originellen Dialoge für alle höchst erheiternd: „Und jetzt erzählen Sie uns bitte noch eine wahre Geschichte…“.


Das ist Wellness pur… Aber auch die schönste Aufführung geht einmal zu Ende. So sattelten wir - nach dem obligatorischen Gruppenbild - die Transis und zogen weiter bei strahlendem Sonnenschein. Punkt 17.00 waren wir wieder im Hotel. Bis zum Abendessen um 19.00 hatten wir nun ausgiebig Zeit das Wellness-Pro-gramm in Anspruch zu nehmen. Da wurde sau-niert, geschwommen, gewhirlt und massiert. 


Kein Wunder, dass die Truppe so gesund und er-holt aussah, als sie sich zum gemeinsamen Ab-marsch in eine griechische Kneipe am Ende der Fußgängerzone einfand. Das Ziel war schnell er-reicht - einer der Vorteile der zentrumsnahen Un-terbringung. Beim Griechen konnte man sich dann wieder mühelos die in den vergangenen Stunden verlorenen Pfunde anessen. Es sollte mal wieder einer dieser netten Abende werden, für die wir so bekannt sind….

 

Montag, 3.10. (Nationalfeiertag)

Der Tag begann wie der gestrige, nur etwas nebliger. Doch zunächst gab es wieder das für diese Preisklasse typische, üppige Frühstücksbuffet. Entsprechend länger zog sich die Mahlzeit hin. Doch auch das schönste Essen geht vorbei. Und so fanden wir uns bald alle im Eingangsbereich des Hotels zur Verabschiedung ein. Noch ein letztes Gruppenbild zur Erinnerung, und schon bald wurde die Luft erfüllt durch das Blubbern unserer Transis. Der Nebel hielt sich noch eine Weile, ermöglichte aber die Beobachtung einer partiellen Sonnenfinsternis während der Fahrt! Es sollte noch den ganzen Tag trocken bleiben mit zum Teil sonnigen Abschnitten. Die Transalp-Saison 2005 war damit zu Ende.

 

Das Treffen erwies sich dabei als würdiger Abschluss und bestätigte - wieder mal - unser gesamtes Konzept. Auf ein Neues…

 

Organisation: Heiner Börges
Fotos: Uwe Meier, Heiner Börges

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. Februar 2012 um 17:30 Uhr
 

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