Endurotraining 4.-6.4.2008 Drucken

Nachdem unser „inoffizielles“ Enduro-Training 2007 so großen Anklang gefunden hatte, haben wir es dieses Jahr in das offizielle Programm aufgenommen, mit einem neuen Veranstalter und in einer anderen Region. Das mit dem anderen Veranstalter, der sich im Rheintal zwischen Kaiserstuhl und Freiburg befand, sollte für uns gleich in mehrfacher Hinsicht von Vorteil sein…

 

Freitag 4.4.

…denn es war im Vergleich zum Vorjahr deutlich kälter, als die acht Teilnehmer in der Pension bei Kenzingen am Westrand des Schwarzwaldes eintrafen. Und da tat es allen gut, dass wir uns in der wärmsten Region Deutschlands befanden. Die Tempera-turen bei der Anfahrt bewegten sich zumeist knapp unter der 10°-Marke. Die Unterkunft in einem beliebten Kurvenparadies für Motorradfahrer war zwar relativ einfach, das Essen aber sicher eine Kategorie darüber. Es wurde ein entspannter Abend für alle. Der nächste Tag sollte anstrengend werden.

 

Samstag, 5.4.

Wir waren schon recht früh auf den Beinen und fuhren auf herrlichen und bislang trockenen Kurven ins Rheintal hinab. Nun machte die Region ihrem Ruf alle Ehre. Während im Schwarzwald die dunklen Wolken hingen, brach am Rhein die Sonne durch, und es wurde angenehm warm - bis zu 15°. Anders als es vielleicht auf anderen - auch auf unserem letztjährigen - Enduro-Trai-nings üblich ist, verließen wir gleich zu Anfang zusammen mit unserem Ausbilder das Moto-Cross-Gelände. Denn unser Schwerpunkt war ein etwas anderer als üblich. Wir wollten keine Gelände-Akrobaten werden, sondern die üblichen Schotterpisten, z.B. in den Alpen eleganter bewältigen. Und so ein Moto-Cross-Gelände hat nun mal wenig mit den Alpenpisten gemeinsam.

Bremsen auf losem Untergrund - natürlich mit der Vorderbremse

 

 

Zunächst fuhren wir auf Landstraßen über den Rhein nach Frankreich, wo wir auf einer Wiese die fahrtech-nischen Grundlagen erlernten und übten: Aufsteigen von allen Seiten aus dem Stand, aufsteigen von der Seite während dem Anfahren, engste Radien fahren. Danach verlegten wir zu einem Schotterweg, wo wir das Bremsen auf losem Untergrund abwechselnd mit Hinter- und Vorderbremse und mit beiden Bremsen übten. Diese Übungen sollten sich noch als sehr nützlich erweisen.

 

 

 

 

Weiche Knie nach dem ersten tiefen Schotter

 

Ein weiterer Vorteil unseres diesjährigen Standorts war die Nähe zu Frankreich, wo es wesentlich mehr legale Schotterpisten gibt als in Deutschland - viele davon in den Vogesen, so dass wir auch gleich die ganze Gebirgsfahrerei üben konnten. Doch zunächst kam eine frisch aufgeschüttete Piste mit grobem, lo-sem Schotter dran. War das ein Geeier. Die wichtig-ste Erkenntnis hier war, dass nur ordentlich Gas ge-ben und Lenker locker halten die Fuhre sicher über solche Passagen bringen konnte. 

 

Kurz danach gings richtig ins Gebirge. Das Wetter war schön, die Aussichten ins Rheintal teils Atem be-raubend, und die Pisten machten richtig Spaß. Sogar die engen Kehren konnten wir üben. Wären wir noch auf ein paar Felspassagen gestoßen, hätten wir sämtliche Alpenszenarien durch gehabt... Aber man kann ja nicht alles haben.

 

Immer wieder schön - Naturpiste in den Bergen

 

Erst gegen Spätnachmittag fing es in Bergen zu reg-nen an, was uns nach einer Weile zur Umkehr veran-lasste. Im Rheintal auf dem Moto-Cross-Gelände an-gekommen schien wieder die Sonne. Es war 17 Uhr, und die meisten waren müde. Nur ein paar Unent-wegte fuhren mit dem Trainer zusammen die Übungshügel ab, wo z.T. Steigungen und Gefälle mit 100% erfolgreich absolviert wurden. Den Teilneh-mern machte es jedoch noch richtig Spaß. Als wenn das Wetter nun allen Klischees gerecht werden woll-te, fing es richtig zu schütten an, wie wir wieder in den Schwarzwald in unsere Pension fuhren. Den an-strengenden Tag ließen wir wieder bei einem richtig guten Abendessen ausklingen. Es wurde nicht allzu spät…

 

Sonntag, 6.4.

Irgendwie wollten wir es nach dem schönen Erlebnis-sen gestern mit dem nun schlechten Wetter nicht richtig wahr haben. Deshalb begab sich ein großer Teil wie bei der Herfahrt auf eine Schwarzwald-Überquerung anstatt durchs Rheintal auf der A5 heimzudüsen. Den Betroffenen wurde noch mal eine richtige Wintertour beschert mit viel Schnee (auf den Wiesen), Temperaturen bei wenig über 0° und gegen Nachmittag Regengüsse im Minutentakt. Aber das sollte den Gesamteindruck von einem wirklich gelungenen Wochenende nicht mehr trüben…

 

Organisation: Georg Spindler
Fotos: Ingo Tiegs, Georg Spindler

 

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Und hier gibt es ein schönes Video:

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. März 2014 um 19:55 Uhr